Durch den Hebeleffekt lässt sich der Mehrwert der Aktionäre vervielfachen, indem die Finanzierung der Akquisition über einen Bankkredit mit begrenztem Zinssatz erfolgt. Diese Bankkredite werden im Allgemeinen von der Akquisitionsholding abgeschlossen und über den von dem übernommenen Unternehmen generierten Cash Flow (Auszahlung üblicherweise in Form von Dividenden) zurückgezahlt.
Der Hebeleffekt zeigt nur dann Wirkung, wenn..
- das übernommene Unternehmen beständig und periodisch wiederkehrenden Cash Flow generiert
- der Zinssatz der Bankverbindlichkeiten unter der Gesamtrentabilität der LBO-Transaktion liegt
Beispiel:
- Akquisition eines Unternehmens für 30 Mio.€
- Finanzierung in Höhe von 15 Mio.€ über Eigenkapital und in Höhe von weiteren 15 Mio.€ über Kredite (Senior oder Mezzanine) mit einem jährlichen Zinssatz in Höhe von 6%, jährliche Raten
- Verkauf des Unternehmens nach 3 Jahren für einen Betrag von 75 Mio.€
- Multiple gesamt = 2,5 x Ausgangswert
- Rendite der Verschuldung = 6% jährlich, d.h. insgesamt 17,7 Mio.€ bei einem Koeffizienten von 1,2x
- Wert des Eigenkapitals = 57,3 Mio.€, was einem Koeffizienten von 3,8x entspricht



